Psychiater und Psychologen haben untersucht, ob die Seele oder die Persönlichkeit eines Menschen in ursächlichem Zusammenhang mit der Krankheit steht ("psychosomatische Erkrankung"). Die Ergebnisse zeigten, dass es die "typische Psoriasispersönlichkeit" nicht gibt, psychische Faktoren aber genauso auslösendes Moment sein können, wie Sonnenstrahlung, mechanischer Druck, Medikamente oder Sonnenbrand. Sehr wichtig jedoch sind die seelischen Folgen der Erkrankung. Wer häufig oder ständig unter den schuppenden Herden zu leiden hat und dauernd die abweisenden Reaktionen und die Ablehnung seiner Umwelt erfährt, kann unsicher, verbittert, depressiv und einsam werden. Partnerschaften leiden oder kommen erst gar nicht zustande, auf Grund der vom Gesunden als abstoßend empfundenen Hauterscheinungen. Frauen leiden oft im besonderem Maße, da sie den gängigen gesellschaftlichen Klischees unterworfen sind, dass eine Frau attraktiv und schön sein sollte. Es sehr wichtig, das Selbstbewusstsein zu stärken und trotz der Ressentiments gesunder Mitmenschen, neue Kontakte zu suchen und bestehende zu verstärken. Sehr hilfreich ist die Kontaktaufnahme zu Leidensgenossen über Selbsthilfegruppen. Der Deutsche Psoriasis Bund initiiert und unterstützt in vielen größeren Städten diese Selbsthilfegruppen. |
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