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Nein, die Psoriasis zeigt sich nicht nur als entzündliche, schuppende Hautkrankheit. Auch in den nicht befallenen Hautpartien lassen sich für Psoriasis typische Veränderungen, trockene Haut und höhere Empfindlichkeit, nachweisen. Selbst andere Organe, wie Knochen, Gelenke und Muskulatur können betroffen sein.

 


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Bis zu 20 % der Psoriatiker leiden unter leichten oder schwereren Gelenkbeschwerden. Diese Form der Gelenkentzündung wird Psoriasis arthropathica (griech. Arthros = das Gelenk, pathia = das Leiden) genannt. Häufig findet sich ein Befall der Finger- und Zehenendgelenke. Es kann zu Bindegewebsschrumpfungen und schließlich zu einer irreversiblen Zerstörung der Gelenke kommen. Zwischen Hauterscheinungen und Gelenkbefall besteht nur ein lockerer Zusammenhang: Selbst bei leichtem Hautbefall können die Gelenke stark schmerzen und umgekehrt bei starken Hautveränderungen Gelenkschmerzen fehlen. Allerdings gehen bei Besserung der Hauterscheinungen meist auch die Gelenkschmerzen zurück.
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Was hat die Psoriasis mit der Seele zu tun?
Viele Psoriasispatienten berichten, dass
seelische Belastungen aller Art die Psoriasis verschlechtern können. Prüfungssituationen, Ehekrisen, Scheidung, Tod eines geliebten Menschen oder Arbeitsplatzprobleme können die Ursache für einen neuen Psoriasisschub sein.

Psychiater und Psychologen haben untersucht, ob die Seele oder die Persönlichkeit eines Menschen in ursächlichem Zusammenhang mit der Krankheit steht ("psychosomatische Erkrankung"). Die Ergebnisse zeigten, dass es die "typische Psoriasispersönlichkeit" nicht gibt, psychische Faktoren aber genauso auslösendes Moment sein können, wie Sonnenstrahlung, mechanischer Druck, Medikamente oder Sonnenbrand.

Sehr wichtig jedoch sind die seelischen Folgen der Erkrankung. Wer häufig oder ständig  unter den schuppenden Herden zu leiden hat und dauernd die abweisenden Reaktionen und die Ablehnung seiner Umwelt erfährt, kann unsicher, verbittert, depressiv und einsam werden. Partnerschaften leiden oder kommen erst gar nicht zustande, auf Grund der vom Gesunden als abstoßend empfundenen Hauterscheinungen. Frauen leiden oft im besonderem Maße, da sie den gängigen gesellschaftlichen Klischees unterworfen sind, dass eine Frau attraktiv und schön sein sollte. 

Es sehr wichtig, das Selbstbewusstsein zu stärken und trotz der Ressentiments gesunder Mitmenschen, neue Kontakte zu suchen und bestehende zu verstärken

Sehr hilfreich ist die Kontaktaufnahme zu Leidensgenossen über Selbsthilfegruppen. Der Deutsche Psoriasis Bund initiiert und unterstützt in vielen größeren Städten diese Selbsthilfegruppen.

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