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Wie verläuft die Krankheit?
Wie die Psoriasis beim einzelnen Patienten verläuft, ist großen Schwankungen unterworfen - und kann nicht vorhersagt werden.

Der Krankheitsverlauf erfolgt in Schüben mit raschem Aufblühen, Andauern über eine gewisse Zeit und anschließender Abheilung. Für die Schübe finden sich jahreszeitliche Häufungen im Frühjahr und im Herbst.

Die Psoriasis heilt in manchen Fällen nicht vollständig ab, nach einer Besserung können an bestimmten Körperstellen Herde dauerhaft fortbestehen. Hier spricht man von einem chronischen Krankheitsverlauf. Ein großer Teil der Psoriasiserkrankungen verläuft jedoch relativ mild mit wenigen Schüben und langen Zeiträumen ohne Beschwerden. Bei etwa 10 % der Patienten verschwindet sie nach einigen Schüben für immer.

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Viele Patienten, die schon länger an Psoriasis leiden, können schon absehen, wann sich ein neuer Schub anbahnt: Umfragen in einer Hautklinik haben gezeigt, dass 70% der Psoriatiker die Auslösefaktoren für ihre Schübe kannten.

Schwere Infektionskrankheiten (sehr häufig Scharlach oder Angina), Verletzungen, Verbrennungen, Unfälle, Operationen, seelische Belastungen oder Überlastungen (Stress), Alkoholmissbrauch oder Sonnenbrand - kurz: Belastungen verschiedenster Art - können zu einem neuen Psoriasisschub führen. Klimawechsel oder Zeiten hormoneller Umstellungen (Schwangerschaft, Wechseljahre) gehören ebenfalls zu den Stressfaktoren.

Auch Medikamente, wie Betablocker (Herz- und Hochdruckmittel) oder das Malariamittel Chloroquin können Psoriasisschübe auslösen. Es kann hilfreich sein, ein Tagebuch über alle Veränderungen zu führen, um die persönlichen Auslösefaktoren herauszufinden.


In der Regel beginnt die Psoriasis zunächst mit einem Ausschlag (Exanthem): Ein roter Fleck oder mehrere erscheinen auf der Haut, häufig gleichzeitig an verschiedenen Stellen. Die Flecken dehnen sich aus und fangen an, eine silbrig glänzende, schuppige Oberfläche zu bilden, die mehr oder weniger leicht abzulösen ist. Bei dem Versuch die Schuppen mit dem Fingernagel oder einer Pinzette abzuheben, kommt es häufig zu punktförmigen Blutungen ("blutiger Tau"). Die Psoriasis geht mit sehr unterschiedlich ausgeprägtem, wechselhaftem Juckreiz einher.

Besonders häufige Stellen des Befalls sind Ellenbogen, Knie, Kreuzbeinregion und der behaarte Kopf. Generell können aber auch alle anderen Partien der Haut betroffen sein. Nur Fußsohlen und Handflächen sind in der Regel nicht betroffen - außer bei speziellen Verlaufsformen der Psoriasis.

Die einzelnen Herde der Schuppenflechte können eine stecknadelkopfartige (Psoriasis punctata), linsenförmige (Psoriasis guttata), münzförmige (Psoriasis nummularis) oder landkartenartige Gestalt (Psoriasis geographica) aufweisen.

Das Zentrum der Läsion kann schon abheilen, während sich die Ränder noch stark schuppend ausbreiten. Auffällig ist die Tatsache, dass beide Körperhälften oft einen symmetrischen Befall aufweisen. Dies deutet auf eine genetische Ursache der Erkrankung hin.

An mechanisch stärker belasteten Körperstellen können die schuppigen Herde einreißen und sich durch eindringende Bakterien oder Pilze entzünden.

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